Aber alle Menschen mit zuwenig Kenntnis des Darwinismus und seiner Verwurzelung im Materialismus sind sich offenbar noch immer nicht im Klaren über die von ihm ausgehende Bedrohung. Sie sind sich nicht der schrecklichen sozialen und moralischen Katastrophen bewusst, die seit ihren Anfängen auf die Evolutionstheorie zurückgehen. Deshalb scheinen sie auch nicht zu verstehen, von welch eminenter Bedeutung der geistige Kampf gegen den Darwinismus ist. Denn er leugnet die Existenz und Einzigartigkeit Gottes und die Verantwortlichkeit der Menschen ihm gegenüber.
Aber es eine unbestreitbare Tasache, dass die darwinistische Ideologie den Rahmen für fürchterliche Zerstörungen geliefert hat, indem sie behauptet, menschliche Lebewesen seien durch Zufall entstanden und nur eine Tierart unter anderen. Der Darwinismus betrachtet das Leben als ein Schlachtfeld, auf dem die Schwachen zur Unterdrückung und zum Untergang verurteilt sind, weil nur die Starken überleben können. Das ist der Grund, warum der geistige Kampf gegen den Darwinismus so dringlich und überlebensnotwendig ist - und weshalb es ein unverzeihlicher Fehler ist, ihn für “nicht notwendig” oder “unwichtig” zu halten.
In religiös begründbaren Moralbegriffen wurzeln Tugenden wie Mitleid, Zuneigung, Veständnis und Liebe. Darwinismus hingegen fördert Verantwortungslosigkeit und Rücksichtslosigkeit. Unter darwinistischer Indoktrination wachsen selbstsüchtige, rücksichtslose und erbarmungslose Individuen heran, denen jedes Gefühl des Mitleids für ihre Mitmenschen ausgetrieben wird. |
Wenn wir die negativen Auswirkungen des Darwinismus auf das soziale Leben untersuchen, wird sofort klar, dass es zwei unterschiedliche Epochen der Geschichte gab und gibt: die vordarwinistische und die nachdarwinistische Epoche. Während der vordarwinistischen Epoche war der Einfluss des Materialismus noch schwach und in der Gesellschaft noch weitgehend ohne Rückhalt. Sein Einfluss beschränkte sich auf einige kleine Minderheitsgruppen. Die absolute Mehrheit der Bevölkerung hielt an moralischen Werten fest, die in Liebe und Gottesfurcht wurzelten. Die meisten beantworteten die Frage nach dem Ursprung des Universums und des Menschen mit “Gott hat alles erschaffen.” Und sie begegneten materialistischen und atheistischen Auffassungen mit Feindseligkeit, weil diese noch keine ausformulierte Theorie zur Verfügung hatten.
Die Unterstützung, die der Atheismus durch den Darwinismus erfahren hat, zuerst in England, und dann in ganz Europa und Amerika, beschreibt Professor Alister McGrath von der Oxford University folgendermaßen: “Es besteht kein Zweifel, dass der Darwinismus die im viktorianischen England schwelende Glaubenskrise in einen Flächenbrand verwandelt hat. Wenn es je irgendeine wissenschaftliche Entwicklung gegeben hat, die die westliche Welt in die Arme des Atheismus getrieben hat, so war es mit Sicherheit die Theorie im Buch On the Origin of Species von Charles Darwin …”16
Wie im Folgenden zu zeigen sein wird, ist die Evolutionstheorie, obwohl wissenschaftlich längst widerlegt, in weiten Teilen der Welt noch immer äußerst einflussreich und verleitet viele Menschen zur Abkehr von religiös-moralischen Werten - vor allem in Russland, China und einigen europäischen Ländern.
In der Titelgeschichte des Newsweek-Magazins vom 12. Februar 2001 wurde die Sucht erörtert und betont, dass sie in vielen Ländern zu einem großen Problem geworden ist. Der Bericht “Verlorene Jugend” im Time-Magazin unterstrich den Verfall von Sitte und Moral unter den jungen Leuten von heute. Magazin Time, 23. November 1998 Tercüman, türkische Tageszeitung, 28. Februar 2004 Aksam, türkische Tageszeitung, 17. Januar 2005 Gözcü, türkische Tageszeitung, 23. Februar 2004 Türkiye, türkische Tageszeitung, 14. Mai 2005 Time, 21. Juli 1997 Darwinistische Indoktrination liegt dem zunehmenden moralischen Verfall und der steigenden Kriminalitätsrate zugrunde, besonders unter der jüngeren Generation. Es ist widersprüchlich, unter der Maßgabe “Konflikt sei Naturgesetz” den Jugendlichen ständig zu erzählen, sie seien eine höhere Art Tiere, außerdem wertlos und ohne Ziel – und sich dann zu wundern, warum sie auf die schiefe Bahn geraten. Der Moralverfall kann nur aufgehalten werden, wenn der darwinistischen Indoktrination ein Ende gesetzt wird und endlich religiös begründbare Moralbegriffe verbreitet werden. |
Wenn Gesellschaften die darwinistische Lüge “in der Natur herrschen Kampf und Konflikt” glauben, sind Blut, Leid und Tränen das Ergebnis. |
Was unbedingt unternommen werden muss, um das Problem an der Wurzel zu packen, ist die geistige Neutralisierung des Darwinismus. Schon mehrfach hat sich gezeigt, dass es dabei mit juristischen oder militärischen Maßnahmen nicht getan ist. Brennnesseln zurückzuschneiden, löst nicht das Problem der Brennesseln selbst. Dadurch wachsen sie nur noch stärker und dichter nach. Das Problem kann nur dadurch gelöst werden, dass man sie mit ihren Wurzeln gänzlich ausreißt. Und die Wurzel für die sozialen und moralischen Probleme in der heutigen Welt ist der Darwinismus. Deshalb muss die Schändlichkeit dieser Ideologie ans Tageslicht gebracht werde. Es gibt keine andere Lösung.
Schon kurz nach ihrer Begründung dehnte die Evolutionstheorie ihren Einfluss über die Grenzen der Biologie und Paläontologie hinaus aus in viele andere Bereiche, wie Soziologie und Geschichtswissenschaft, Politik und soziales Leben. Sobald die falsche These, dass die Natur ein Schauplatz von Kampf und Konflikt sei, auf die menschliche Gesellschaft ausgedehnt worden war, konnten alle möglichen, schon vorher vorhandenen wirren Ideen in neuem Kleid auftreten: Hitlers Behauptung einer “Herrenrasse”, Marx Theorie der Geschichte als einer Geschichte von Klassenkämpfen, die kapitalistische Erwartung, dass der Starke den Schwachen besiegt, die schamlose Ausbeutung und Unterdrückund der Drittweltländer durch imperialistische Staaten und der Rassismus mit seiner Diskriminierung und Verfolgung andersfarbiger Menschen … Wer auch immer menschliche Lebewesen nur als eine Art von höherentwickeltem Tier betrachtete, hatte keine Skrupel, Kranke und Schwache zu eliminieren oder ethnische “Säuberungen” gegenüber als minderwertig betrachteten anderen Rassen durchzuführen. Dank dem Darwinismus konnten sie sich dabei die Maske der Wissenschaftlichkeit aufsetzen und sich auf angebliche Naturgesetze berufen.
1) Der Darwinismus hat dem Rassismus eine Legitimationsideologie geliefert. Sie basierte auf der Lüge, dass die europäische weiße Rasse anderen Rassen wie asiatischen, schwarzen oder türkischen überlegen sei. Daraus hat der Faschismus sein “Recht” abgeleitet, andere, “schwächere” Rassen mit allen denkbaren Mitteln zu unterdrücken.
2) Der Darwinismus rechtfertigte mutmaßlich Blutvergießen. Er behauptete, dass das gesamte Geschehen in der Natur vom Kampf bis aufs Blut im Überlebenskampf bestimmt sei, und dass dies auch für menschliche Lebewesen und Rassen gelte. Folglich sei es sowohl für menschliche Individuen als auch Rassen “natürlich”, im eigenen Interesse andere zu “eliminieren”.
Der Nazismus war zweifellos eine der schlimmsten Manifestationen des Darwinismus. Hitler glaubte allen Ernstes, dass die arische Rasse, staatlich verkörpert im Deutschen Reich, allen anderen Rassen überlegen und zu ihrer Beherrschung bestimmt sei. Sein großer Traum war deshalb ein weltweites Tausendjähriges Reich unter Führung der arischen Rasse.
Seine wahrscheinliche ideologische Basis für diesen fast unglaublichen Rassismus war Darwins Evolutionstheorie. In seinem Buch Mein Kampf berichtet er davon, wie sehr ihn die Darwinsche Theorie des Kampfes ums Überleben in der Natur beindruckt habe. Ganz in der Tradition Darwins stehend, hielt er alle nichteuropäischen Rassen bestenfalls für Halbmenschen und schrieb: “Wenn man sich die nordeuropäischen Deutschen aus der Menschheitsgeschichte wegdenkt, bleibt nur ein Affentanz übrig.”17
Der Einfluss des Darwinismus auf Hitler offenbart sich in seinem Buch Mein Kampf. |
Durch das Vermessen menschlicher Schädel setzten darwinistisch indoktrinierte Wissenschaftler imaginäre Kriterien fest. Später verwandten sie diese Messungen dazu, bestimmte Völker als “weniger entwickelt” einzustufen und nahmen das als Vorwand, ihnen unglaubliches Leid zuzufügen. |
“In einem völkischen Staaat spielt die körperliche und geistige Ertüchtigung eine große Rolle, aber ebenso wichtig ist die rassische Selektion … Der deutsche Staat hat die Verantwortung, alldiejenigen für ungeeignet zum Zweck der Reproduktion der Gesellschaft zu erklären, die offensichtlich krank oder genetisch ungesund sind ... und muss diese Verantwortung wahrnehmen ohne irgendeine Rücksichtnahme auf irgendjemand. … Wenn man die Weitervererbung körperlich oder geistig Behinderter über einen Zeitraum von etwa 600 Jahren unterbindet, würde das zu einer Verbesserung der menschlichen Gesundheit führen, die man sich heute kaum vorstellen kann. Wenn man die Fruchtbarkeit der gesündesten Mitglieder unserer Rasse plant und verwirklicht, würde eine Rasse entstehen, die frei wäre von allen körperlichen und geistigen Mängeln, mit denen wir es heute zu tun haben.”19
Infolge von Hitlers rücksichtsloser Politik wurden Geistigbehinderte, Verkrüppelte, Blindgeborene und Menschen mit angeborenen Krankheiten in spezielle “Sterilisationszentren” eingeliefert. Sie galten als Parasiten an der Reinheit und dem Fortschreiten der deutschen Rasse. Nach ihrer Absonderung von der Gesellschaft wurden sie anschließend auf Grundlage eines Hitlerschen Geheimbefehls massenweise getötet.
Der wahre Grund für die zahlreichen Verbrechen im 20. Jahrhundert war die Unmenschlichkeit solcher Atheisten wie der Anhänger Hitlers. Leute wie sie leugneten die Existenz Gottes und glaubten an die Lüge, dass Menschen nur höhere Tiere seien, die sich evolutionär entwickelt haben. Sie hielten sich selbst für unbegrenzt freie Individuen ohne Verantwortung irgendjemand gegenüber. Da sie keine Furcht vor Gott und dem Jenseits hatten, führte ihre Unmoral und Grausamkeit zum brutalen Mord an Millionen von Menschen.
Mussolinis aggressive, kriegerische und unterdrückerische Politik führte zum Mord an zahlreichen Menschen oder zumindest zu ihrer Obdachlosigkeit, aber auch zum Untergang von Staaten. Er gründete paramilitärische Einheiten, die “Schwarzhemden”, die zahlreiche Gräueltaten begingen, und brachte Gewalt und Unterdrückung nicht nur nach Italien, sondern auch in andere Länder. 1935 besetzte er das heutige Äthiopien, was bis 1941 15.ooo Tote zur Folge hatte. Und auch er war schnell bei der Hand, dieses Gemetzel mit den rassistischen Grundsätzen des Darwinismus zu rechtfertigen. Denn aus Sicht Mussolinis waren die Äthiopier nur minderwertig, weil sie Schwarze waren, und für sie war es nahezu eine Ehre, von einer solch überlegenen Rasse wie den Italienern beherrscht zu werden. Schon 1911 hatte mit der Invasion in Libyen die Unterdrückung von Muslimen begonnen, die sich seither gesteigert hatte. Die Okkupation Libyens endete erst mit dem Tod Mussolinis, und erst im Februar 1947 wurde sie vertraglich offiziell beendet. Aber zu diesem Zeitpunkt gab es schon 1,5 Millionen Tote und Hundertausende von verwundeten Muslimen.
Wie aus diesen Beispielen hervorgeht, betrachtete der Faschismus Hitlers und Mussolinis alles Starke und Unterdrückerische als rechtmäßig. Ihnen galten Aggression, brutale Gewalt und Krieg als legitime Mittel des Fortschritts in ihrem Sinne - ganz im Sinne von Darwins pseudowissenschaftlicher Lüge, dass die Starken überleben, die Schwachen sterben, und dass es auch unter Menschen einen gnadenlosen Kampf ums Überleben gibt. Diese Ideologie hat Millionen von Menschenleben gekostet.
“Es ist unbestreitbar, dass der Darwinismus großen Einfluss hatte auf die politische Vorgehensweise Nazideutschlands … In der Tat war der Darwinismus maßgeblich mitverantwortlich für den Ausbruch des 2. Weltkriegs, den Tod von zusammengerechnet etwa 40 Millionen Menschen und finanzielle Verluste von annähernd sechs Trillionen Dollar. Hitler war fest überzeugt von der Evolutionstheorie und sah sich selbst als Retter der Menschheit. Durch die erfolgreiche Züchtung einer Herrenrasse glaubte er als eine Art von Stammvater einer evolutionär höheren Stufe der Menschheitsentwicklung in die Geschichte einzugehen.”21
Zugegeben: Lange vor Darwin und seiner Evolutionstheorie hat es schon zahllose blutige Kriege gegeben. Aber erst seit seiner Theorie war Krieg erstmals legitimiert und “wissenschaftlich” anerkannt. In einem Beitrag mit dem Titel “The Philosophy and Morals of War”, der in den USA auf lebhafte Resonanz gestoßen ist, betont der Autor Max Nordau die negative Rolle des Darwinismus in Sachen Krieg:
“Die Autorität schlechthin unter all den Advokaten des Krieges ist zweifellos Darwin. Seit Ausrufung seiner Evolutionstheorie können die dafür Verantwortlichen ihren angeborenen Barbarismus mit seinem Namen schmücken und die primitiven Instinkte in ihrem Inneren als Wissenschaft ausgeben.”22
Der Darwinismus hat allen Ideen den Weg geebnet und die Grundlagen dafür geliefert, die zum Krieg geführt haben. Diktatoren, die den Krieg als unverzichtbar zur “Beförderung der Menschheit” betrachtet haben, sind für Millionen von Toten verantwortlich. Aber es gibt mehr und mehr Historiker, Soziologen und sogar Evolutionisten, die offen zugeben, dass dafür der Darwinismus die Voraussetzungen geschaffen hat. Deshalb ist es ohne Zweifel ein schwerer Fehler, den Darwinismus mit dem Islam versöhnen zu wollen, weil der Islam die Religion des Friedens, der Liebe und der Toleranz ist. Und deshalb müssen alle Muslime genau diesen Irrweg vermeiden und nicht zögern, den geistigen Kampf gegen den Darwinismus aufzunehmen, eine Ideologie, die den ruchlosen Massenmord an Unschuldigen billigend in Kauf nimmt.
Im 19. Jahrhundert stellte Charles Darwin die falsche Behauptung auf, dass das Leben nicht erschaffen wurde, sondern rein zufällig entstanden und der Mensch nur das höchstentwickelte Säugetier sei – rein zufällig entsprungen aus einem frei erfundenen Vorfahren auch anderer Tiere. Die meisten Menschen seinerzeit konnten allerdings die Konsequenzen dieser Behauptung nicht absehen. Im 20. Jahrhundert indes folgte furchtbares Leid aus Darwins Behauptungen. Die Menschen, welche andere nur für eine Art Tiere hielten, zögerten nicht, diese um ihres eigenen Vorteils willen zu beseitigen, die Kranken und Behinderten zu töten und die als minderwertig bezeichneten Rassen “auszumerzen”. |
Türkiye, türkische Tageszeitung, 10. August 2005 Aksam, türkische Tageszeitung, 5. Juli 2005 Gözcü, türkische Tageszeitung, 5. Juli 2005 Milliyet, türkische Tageszeitung, 24. Oktober 2004 |
Ähnlich wie Hitler und seine Nazi-Gefolgsleute haben sich auch die Neonazis den Darwinismus zu eigen gemacht. Ihre Websites, die der Verbreitung rassistischer Propaganda dienen, sind gespickt mit Darwin-Zitaten und propagieren die Evolutionstheorie.
Diese Gruppen sind, durchaus im Sinne Darwins und Hitlers, nicht nur gewaltbereit, sondern attackieren und töten auch Menschen. Mit Rechtsmitteln ist ihnen so gut wie nicht beizukommen. Der einzig erfolgreiche Weg, um ihrem Barbarismus das Handwerk zu legen, besteht in einem ernsthaft und konsequent geführten geistigen Kampf in Verbindung mit rechtsstaatlichen Mitteln. Denn solange die Neonazis unwidersprochen Rassismus als quasi naturgesetzlich betrachten und nicht intellektuell geschlagen werden, wird es kein Ende ihrer Gewalttätigkeit geben.
Die Entstehung der Arten |
Diese eng zusammenhängenden Ideologien, die solange Terror in der Welt des 20. Jahrhunderts verbreitet haben, sind lediglich die Neuauflage einer Idee, die schon in der Antike geboren wurde: des Materialismus, dem nur die Materie als absolut gilt. Der darauf basierende Kommunismus erschien auf der historischen Bildfläche im 19. Jahrhundert, als Marx und Engels, seine geistigen Väter begannen, den schon vorher existierenden Materialismus mittels der dialektischen Methode in den sogenannten Dialektischen Materialismus umzuformen - wobei sie das berühmte Wort des vorsokratischen Philosophen Heraklit aufgriffen. “Der Kampf der Widersprüche ist der Vater aller Dinge.” Auf diesen Kampf der Widersprüche führten sie den gesamten Gang der Weltgeschichte zurück. Aus “Kampf der Widersprüche” wurde daraus bei Marx eine “Geschichte von Klassenkämpfen”, der für ihn im 19. Jahrhundert die Form des Klassenkampfes zwischen Lohnarbeit und Kapital angenommen hatte. Marx war davon überzeugt, dass sich in absehbarer Zeit die Arbeiter erheben und eine kommunistische Revolution durchführen würden.
Wie alle Materialisten, hegten auch die Begründer des Kommunismus, Marx und Engels, eine tiefe Abneigung gegen den Glauben an Gott. Beide waren eingefleischte Atheisten und hielten es für notwendig, den Glauben zu eliminieren, um so dem Kommunismus zum Sieg zu verhelfen. Zunächst jedoch fehlte ihnen dafür etwas: Um die Massen zu beeindrucken, musste ihrer Ideologie ein wissenschaftliches Kostüm übergestülpt werden. Und so kam es zu jener unseligen Messaliance zwischen Darwinismus und Marxismus, die im 20. Jahrhundert zu so viel Leiden, Massenmorden, Kämpfen und Chaos geführt hat. Darwins Buch On the Origin of Species kam Marx und Engels wie gerufen. Denn Darwin behauptete darin ja nichts anderes, als dass alle Lebewesen ein Resultat des Kampfes ums Überleben, in anderen Worten: eines dialektischen Widerspruchs, seien. Darüber hinaus leugnete er den Schöpfungsgedanken und somit jeden Glauben an Gott - so etwas konnten sich Marx und Engels nicht entgehen lassen.
Wie stark der Einfluss des Darwinismus auf den Kommunismus war, zeigte sich schon in der Korrespondenz zwischen Marx und Engels nach Erscheinen von Darwins Buch. Engels schrieb damals an Marx: “Habe gerade Darwins Buch gelesen. Es ist hervorragend.”23 Am 19.12. 1860 antwortete Marx: “Dieses Buch bestätigt unsere Theorie im Bereich der Natur.”24 In einem anderen Brief vom 16.1.1861 an seinen sozialistischen Freund Lassalle schrieb Marx: ”Darwins Werk ist höchst bedeutsam und passt genau zu meiner Absicht, weil es meiner Theorie vom Klassenkampf eine naturwissenschaftliche Grundlage liefert.”25 So gesehen war also Darwin gewissermaßen auch einer der Stammväter des Kommunismus.
Die kommunistische Ideologie, die im letzten Jahrhundert so viele blutige Unruhen auslöste, war immer eng mit dem Darwinismus verquickt. Selbst heute noch gehören Kommunisten zu den wichtigsten Verfechtern des Darwinismus. Untersucht man die entschiedensten Anhänger des Darwinismus weltweit, entdeckt man unweigerlich die Marxisten in der vordersten Reihe. Das kommt daher, dass die Evolutionstheorie – laut Karl Marx – die Grundlage der kommunistischen Ideologie bildet und so bezeichnender-, wenn auch fälschlicherweise, dem kommunistischen Atheismus einen “wissenschaftlichen” Rückhalt bietet. |
Engels drückte seine Bewunderung für Darwin an anderer Stelle folgendermaßen aus: “Die Natur verfährt nicht metaphysisch, sondern dialektisch. In dieser Hinsicht steht der Name von Charles Darwin über allen anderen.”27
Engels lobte Darwin in ähnlicher Weise wie Marx, als er schrieb: “So wie Darwin das universelle Gesetz in der belebten Natur entdeckte, hat Marx das universelle Gesetz in der menschlichen Geschichte entdeckt.”28 Die Verbindung zwischen Darwinismus und Marxismus ist heute längst eine anerkannte Tatsache. Sogar in Marx-Biografien wird sie hervorgehoben. In einer davon heißt es: “Der Darwinismus lieferte dem Marxismus eine ganze Reihe von Wahrheiten, mit denen dieser seine eigene Wahrheit beweisen und entwickeln konnte. Die Verbreitung der Darwinschen Evolutionstheorie schuf einen fruchtbaren Boden für den Marxismus als Ganzes, den die Arbeiterklasse für ihren Kampf nutzen konnte … Marx, Engels und Lenin schätzten den Wert der Darwinschen Ideen und ihren wissenschaftliche Wert hoch ein, was deren Ausbreitung erheblich beschleunigte.”29
Mao Zedong, einer der größten Massenmörder der Geschichte, war ebenfalls überzeugter Darwinist. Auf Maos Befehl hin wurden etwa zehn Millionen unmittelbar ermordet, weitere 20 Millionen, die sich ihm widersetzten, starben im Gefängnis. Mao hat selbst als philosophische Grundlage seines diesbezüglichen Befehls den Darwinismus benannt: “Die Grundlage des chinesischen Sozialismus hat Darwin mit seiner Evolutionstheorie geliefert.”30
“Als Marxist, Atheist und Anhänger der Evolutionstheorie ordnete Mao während des Großen Sprungs nach vorn an, dass massenhaft die Werke von Charles Darwin und andere die Evolutionstheorie propagierende Schriften gelesen werden sollten.”31 Nachdem die chinesischen Kommunisten 1949 an die Macht gekommen waren, machten sie den Darwinismus sofort zur Grundlage ihrer eigenen Ideologie. Dem allerdings waren schon vorher chinesische Intellektuelle zuvorgekommen: “Während des 19. Jahrhunderts galt China im Westen als schlafender Riese, isoliert und in uralten Traditionen erstarrt. Nur wenige Europäer bemerkten, wie begierig chinesische Intellektuelle den Darwinismus aufgriffen, weil sie in seinen Ideen einen Ansatzpunkt für Veränderung und Fortschritt in China sahen. Dem chinesischen Schriftsteller Hu Shih zufolge wurde das 1898 erschienene Buch Evolution und Ethik von Thomas Huxley in China sofort von den Intellektuellen aufgegriffen und seine darwinistischen Thesen akzeptiert. Reiche Sponsoren finanzierten billige chinesische Ausgaben, die sich schnell in ganz China verbreiteten.”32
Diese Tatsachen machen klar, welch großer Fehler es ist, dem Darwinismus gegenüber eine passive und defätistische Haltung einzunehmen, statt den geistigen Kampf gegen diese perverse Theorie aufzunehmen. Jeder, der den Darwinismus für harmlos hält, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er untrennbarer Bestandteil des Marxismus geworden und einer seiner Eckpfeiler ist. Der einfachste Weg für alle, die den Islam mit der Evolutionstheorie versöhnen wollen, die so begierig von Marxisten, Leninisten und Maoisten aufgegriffen und propagiert wird, ist es, die Augen offen zu halten für den wahren Kern dieser Theorie.
| UdSSR: | 20 Millionen Tote | |
| China: | 65 Millionen Tote | |
| Vietnam: | 1 Million Tote | |
| Nordkorea: | 2 Millionen Tote | |
| Kambodscha: | 2 Millionen Tote | |
| Osteuropa: | 1 Million Tote | |
| Lateinamerika: | 150.000 Tote | |
| Afrika: | 1,7 Millionen Tote | |
| Afghanistan: | 1,5 Millionen Tote | |
| Internationale kommunistische Bewegung und nicht an der Macht befindliche kommunistische Parteien: | etwa 10.000 Tote |
Die Feindseligkeit des Kommunismus und Materialismus gegenüber jeglicher Religiosität enthüllte sich schon während und nach der bolschewistischen Revolution in Russland. Stalin ließ Dutzende von Kirchen und Moscheen niederreißen, wegen seinem Hass auf die Religion. Obwohl die Mehrheit der russischen Bevölkerung religiös war, wurde sie daran gehindert, Gottesdienste abzuhalten. Die religiös begründete Tradition des Sonntags als religiösem Feiertag für Gottesdienstbesuche wurde abgeschafft. Jeder musste fünf Tage die Woche arbeiten, die restlichen zwei Tage standen zur freien Verfügung. Bereits 1936 waren 65% der Moscheen und 70% der Kirchen zerstört. 1967 erklärte der albanische Kommunistenführer Enver Hodscha Albanien zum ersten religionsfreien Staat der Welt.
Geistliche wurden grundlos verhaftet, und viele davon starben in der Gefangenschaft. 1948 wurden zwei Bischöfe und 5000 Geistliche hingerichtet. Den Muslimen erging es ebenso. Die Tageszeitung Nendori berichtete im gleichen Jahr, dass insgesamt 2169 Moscheen und Kirchen, 327 davon katholische, geschlossen worden seien.
Heute erscheint es so, als wären Dialektischer Materialismus und Kommunismus kollabiert, aber der Schein trügt. Denn auf raffinierte Weise und unter anderen Bezeichnungen schwelt die gleiche Ideologie in zahlreichen Ländern weiter und hat sogar zu terroristischen Angriffen in der Türkei geführt. Der Materialismus wirkt noch immer im Verborgenen, weshalb die Wachsamkeit seiner aufmerksamen Gegner nicht nachlassen darf. Weiterhin bleibt der geistige Kampf gegen den Darwinismus und damit zusammenhängende Ideologien von großer Bedeutung.
In seinem Buch Evolution für Naturalists gibt der Evolutionist P. J. Darlington freimütig zu, dass der Barbarismus eine logische Folge der Evolutionstheorie ist und deshalb als vollkommen legitim gelten müsse: “Tatsache ist, dass Selbstsucht und Gewalt zu unserem Wesen gehören, sie sind ein Erbteil unserer entfernten tierischen Verwandten … Folglich ist Gewalt eine natürliche Eigenschaft des Menschen, ein Resultat der Evolution.”34
Wie dieser Einlassung zu entnehmen ist, ist es für Evolutionisten in den Fußstapfen Darwins vollkommen natürlich, andere Menschen als Tiere zu betrachten, sie auf entsprechende Weise zu behandeln und sie zu unterdrücken. Menschen wie Darlington vergessen als Darwinisten völlig, dass wir einen Schöpfer haben, der uns eine Bestimmung auf Erden und im Jenseits mitgegeben hat. Und im Angesicht Gottes werden wir dereinst Rechenschaft ablegen müssen über unsere Taten. Wer jedoch dem Darwinismus verfällt, weil er den Glauben an Gott verloren hat, der wird selbstsüchtig, rücksichtslos und unterdrückerisch, vielleicht sogar zum kaltblütigen Killer.
Während der vergangenen 150 Jahre haben gewisse westliche Staaten ihre Jugend im Geist des Darwinismus und Materialismus erzogen und dadurch aggressive und rücksichtslose Jugendliche herangezogen, die zu Kommunisten, Faschisten oder Neonazis geworden sind. Dann haben diese Staaten versucht, diese selbst erzeugten Verbrechensmaschinen vom Blutvergießen und der Feindseligkeit gegenüber dem Staat wieder wegzuziehen. Aber dem liegt der schwere Fehler zugrunde, die Jugendlichen erst durch den Darwinismus geistig zu verstümmeln und anschließend vergeblich zu versuchen, sie regierbar zu machen.
Dabei liegt auf der Hand, was wirklich getan werden muss: Durch einen Krieg der Ideen muss der Darwinismus eliminiert werden. Dazu muss die darwinistische Erziehung aufgegeben werden und den Menschen stattdessen erklärt werden, dass sie keine verantwortungslosen Tiere, sondern von Gott erschaffene Individuen mit einer Seele sind, die sich für ihre Taten im Jenseits verantworten müssen.
Nach dieser Eliminierung des Darwinismus und damit zusammenhängender anderer schädlicher Ideologien wird nur eine einzige Wahrheit weiterhin gültig bleiben: Dass Gott das Universum und alle Lebewesen darin geschaffen hat. Alle Menschen, die dies erkennen, werden sich wieder der Religion zuwenden. Sobald sie wieder reliös begründete moralische Werte hochhalten, wird all das Leid, die Not, Krisen, Gemetzel und Ungerechtigkeit in der Welt aufhören, und an deren Stelle werden Erleuchtung, Wohlbefinden, Wohlstand, Überfluss, Gesundheit und Fülle treten. Um das zu erreichen, müssen Aberglaube und gefährliche Ideen geistig zerstört und wahre Ideen an ihre Stelle gerückt werden, die den Menschen Gutes bringen.
All jene befinden sich im Irrtum, die glauben, Konflikte, Anarchie, Terror, Revolte, Chaos, Unterdrückung, Gewalt, Rücksichtslosigkeit und Unterdrückung seien unvermeidlich. Wirklich natürlich für die Menschen ist ein Klima von Frieden, Sicherheit, Vertrauen, Brüderlichkeit, Freundschaft, Ehrenhaftigkeit, Toleranz, Liebe, Zuneigung, Verständnis und Achtung. All dies kann jedoch nur sichergestellt werden durch die Wiederherstellung religiös-moralischer Werte und die geistige Eliminierung des Darwinismus.
Heute ist die Anzahl der Menschen, die den Darwinismus bewusst unterstützen, nicht groß. Allerdings prägt diese gesellschaftliche Minderheit in fast allen Sphären das gesellschaftliche Leben und hat die Möglichkeit, große Menschenmassen durch ihre Weltsicht zu indoktrinieren. Zum Beispiel sind die meisten Professoren, Filmproduzenten und Herausgeber weltweit einflussreicher Verlage, Zeitungen und Zeitschriften überwiegend überzeugte Materialisten und/oder Darwinisten. Und diese Leute haben natürlich die Möglichkeit, dadurch ein breites Publikum zu erreichen und zu indoktrinieren mit der religionsfeindlichen Evolutionstheorie. Durch ihre gesellschaftliche und meinungsbildende Stellung haben sie mehr Einfluss, als ihnen gebührt.
Noch etwas muss betont werden: Heutzutage gibt sich die atheistische Propaganda nur selten offen zu erkennen. Wenn sie sich über religiöse Dinge und Frömmigkeit lustig machen, verstecken sich die atheistischen und materialistischen Zirkel meist hinter irgendwelchen berühmten Persönlichkeiten. Sie reden pietätlos über Gott, Schicksal und Religion in Liedertexten, Romanen, Filmen, Zeitungsüberschriften und in Witzen (über die Gott erhaben ist). Das sind nur einige Beispiele für ihre hinterlistigen Methoden.
Cumhuriyet, türkische Tageszeitung, am 25. Juni 2003: Was geschieht mit der Jugend der Welt? Cumhuriyet am 17. April 2003: Die Jugendlichen sind wohl verrückt geworden |
In der Tat macht sich in der heutigen Welt eine Mentalität breit - vor allem unter jungen Menschen und vor allem in gewissen gesellschaftliche Schichten - die sich über diese Grenzen hinwegsetzt und keine moralischen Werte kennt. Dies ist die Folge einer Abwendung von religiös fundierter Moral infolge der darwinistischen Indoktrination. Menschen, die sich nur sich selbst gegenüber verantwortlich fühlen, werden in ihrem Verhalten mit jedem Tag noch rücksichtsloser.
Heutzutage zuckt kaum noch jemand mit den Wimpern, wenn es um Ehebruch geht - im Gegenteil: In so manchen Medien wird er nahezu geschätzt und empfohlen. Eine genauere Untersuchung zeigt, dass der Atheismus nahezu allen unmoralischen Verhaltensweisen zugrundeliegt, sei es Mord, Prostitution, Verlogenheit, Betrug, Bestechung und Korruption. Die wirkungsvollste Methode, den Atheismus zu verbreiten, ist die permanente Indoktrination durch die darwinistische Lüge, dass der Mensch durch puren Zufall entstanden sei.
Ken Ham, Verfasser des Buches Die Evolutionslüge, lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Irreligiosiät, zu der der Darwinismus führt: “Wenn man Gott leugnet und durch einen anderen Glauben ersetzt, in dem es nur Zufall und gelegentliche Prozesse gibt, dann gibt es keine Unterscheidung mehr zwischen richtig und falsch. Regeln werden dann willkürlich angewendet. Es gibt dann nichts Absolutes mehr, keine Prinzipien, an denen man festhalten kann oder muss. Die Menschen geben sich ihre Regeln nur noch selbst …”35 Manche denken möglicherweise, man könne moralische Werte mit selbstaufgestellten Regeln vereinbaren und auf diese Weise die soziale Ordnung aufrechterhalten. Aber diese Auffassung ist falsch. Natürlich muss es Gesetze und Regeln geben, um eine soziale Ordnung zu etablieren, und dadurch bleiben moralische Werte erhalten. Aber sie müssen von allen geachtet werden, was nur durch den Glauben an Gott und das Jüngste gericht möglich ist.
Theodious Dobzhansky ist einer der Darwinisten, die offen zugeben, dass der Darwinismus die Grundlage für moralische Entartung ist. Er beschreibt, wie die These der natürlichen Selektion, das Herzstück des Darwinismus, die moralischen Grundsätze einer Gesellschaft untergräbt:
“Die natürliche Selektion kann Egotismus, Hedonismus, Feigheit statt Tapferkeit, betrügerisches Handeln und Unterdrückung begünstigen, wohingegen ethisch anerkannte Grundsätze in nahezu allen Gesellschaften ein derart “natürliches” Verhalten untersagen oder unterbinden und stattdessen Tugenden wie Freundlichkeit, Großzügigkeit und sogar Selbstaufopferung für andere und das gesellschaftliche Ganze fördern.”36
Dobzhansky lenkt unsere Aufmerksamkeit auf einen sehr wichtigen Punkt: Dass nämlich der Darwinismus niemals echte moralische Werte wie Großzügigkeit, Selbstaufopferung, Loyalität, Hilfsbereitschaft und Vertrauen akzeptieren kann, weil er sie für retardierende Momente im Prozess der Evolution hält. Dem Darwinismus zufolge müssen die Menschen rücksichtslos, selbstsüchtig, illoyal und lieblos sein, damit sich der vermeintliche evolutionäre Prozess fortsetzen kann. In einer Gesellschaft, in der sich diese Sichtweise durchgesetzt hat, ist es offensichtlich unmöglich, überhaupt von Frieden, Sicherheit oder Stabilität zu sprechen. Eine gründliche Untersuchung enthüllt schon bald die vom Darwinismus angerichtete Verwüstung. Zahlreiche Gesellschaften sind durchdrungen von der falschen Theorie, dass Menschen ohne gegenseitige Hilfsbereitschaft, Selbstaufopferung, Achtung oder Liebe und sich gegenseitig entfremdet, Ergebnis einer angeblich fortschrittlichen Zivilisation seien. Ständig wird die Lüge wiederholt, man müsse Selbstsucht tolerieren, weil es ansonsten keinen Fortschritt und keine Produktionssteigerung gäbe. Aber das bedeutet in Wirklichkeit nicht Fortschritt und Zivilisation, sondern die Selbsterniedrigung der Menschen auf das Niveau von Tieren. Aber die Menschen sind weit mehr als das: Wesen, die von Gott erschaffen und ausgestattet wurden mit Vernunft, Bewusstsein, einem Gewissen und einer Seele. Durch all das unterscheiden sie sich von den Tieren. Weil sie unter dem Bann der darwinistisch-materialistischen “Moral” stehen, vergessen viele Menschen ihre eigenen Attribute und sinken herab auf eine Ebene von Oberflächlichkeit, Unmoral und Gewissenlosigkeit, die selbst den Tieren fremd ist. Dann greifen sie zu vermeintlich wissenschaftlichen Ausreden für ihren Mangel an Bewusstsein und sagen schulterzuckend: “Wir stammen von den Tieren ab und tragen eben deren genetisches Erbe in uns.”
Auf Grundlage des Darwinismus argumentieren viele Verhaltensforscher damit, dass die Gewaltbereitschaft der Menschen das genetische Erbe unserer tierischen Vorfahren sei, das noch immer im “Krokodilteil” unseres Gehirns wirke. In seinem Buch Ever Since Darwin referiert der Evolutionist Stephen Jay Gould diese Behauptung, die als erster der italienische Arzt Cesare Lombroso aufgestellt hat:
“Biologische Theorien zur Kriminalität gab es zwar schon länger, aber Lombroso verlieh ihnen einen neuen, evolutionären Schub. Demnach sind erbbedingte Kriminelle nicht einfach depraviert oder erblich krank, sondern eine Art Rückentwicklung auf eine frühere evolutionäre Stufe. Die Erbmerkmale unserer primitiven und äffischen Vorfahren sind in unserer menschlichen Genom aufbewahrt. Einige unglückliche Menschen werden leider mit einer überdurchschnittlich großen Menge dieser phylogenetischen Merkmale geboren. In frühgeschichtlichen Zeiträumen mögen ihre darin wurzelnden Verhaltensweise adäquat gewesen sein, aber in der heutigen Zeit gelten sie als kriminell. So gesehen müssen wir erbbedingte Kriminelle eigentlich bedauern, weil sie daran schuldlos sind …”37
Sabah, türkische Tageszeitung, am 28. Juli 2001: Lasst die Drogies frei! Vatan, türkische Tageszeitung, am 17 Januar 2003: Anarchie breitet sich aus! Aksam, türkische Tageszeitung, 27. Mai 2001: Schüler-Anarchisten Türkiye, türkische Tageszeitung, am 13. Januar 2002: Drogenmissbrauch beginnt mit 13 Jahren Horror! |
Diese Menschen verfallen aber in tiefe Depressionen und Verzweiflung, weil ihr Leben ohne Ziel ist und das Ende unvermeidbar. Ihr Glaube, dass nach dem Tod nichts mehr existiert außer dem Nichts, veranlasst solche Menschen, sich in sich selbst abzukapseln und unglücklich zu werden. So wird der Darwinismus für viele Menschen zur Ursache von Depressionen, psychischen Störungen und Selbstmorden.
Gesellschaften, die vergessen oder verdrängt haben, dass unser Herr der Allmächtige das ganze Universum und alles darin aus dem Nichts erschaffen und ihm einen Sinn gegeben hat, verurteilen sich selbst zum moralischen und spirituellen Untergang. Denn im Selbstlauf bringen Wohlstand, Wohlbehagen und wirtschaftliches Wachstum noch lange nicht Frieden und Sicherheit. Wenn die Menschen nicht guten Gründen und ihrem Gewissen folgen und sich selbst nicht Ziele und Zwecke zuordnen, gibt es viele Dinge, die dazu führen, in Hoffnungslosigkeit zu verfallen. All jene, die nicht an ein besseres Leben nach dem Tod glauben, wird im Jenseits nur Bedauern und Verzweiflung ergreifen.
Alle jedoch, die an Gott und das Jenseits glauben, wissen, dass das wahre Leben nicht in dieser Welt, sondern im Jenseits liegt. Deshalb lebt er in dieser Welt stets mit der Vorfreude und Hoffnung, dort die Gnade Gottes und das Paradies zu finden. Er überantwortet sich Gott in allen Dingen und verfällt nie in Hoffnungslosigkeit oder Depressionen.
Wie schon gezeigt, ist es vollkommen unmöglich, das Weltbild des Darwinismus mit den moralischen Werten des Islam zu vereinbaren, miteinander zu verknüpfen oder sich auf einem angeblich möglichen Mittelweg zu treffen. Denn sie sind diametral gegensätzlich. Die im Islam fixierten moralischen Werte werden von der Darwinschen Ethik abgelehnt. Liebe, Zuneigung, Leidenschaft, Teilhabe, Solidarität, Selbstaufopferung und Hilfsbereitschaft - Tugenden, die aus dem Islam nicht wegzudenken sind - gelten dem Darwinismus als menschliche Schwächen. Deshalb sollten alle, die den Darwinismus für eine schwache und mit dem Islam vereinbare Theorie halten, nochmals gründlich darüber nachdenken und ihre schwache, hilflose und passive Haltung ihm gegenüber aufgeben. Die Evolutionspropaganda in Zeitungsberichten, Zeitschriften und Fernsehfeatures folgt einer geheimen Absicht jenseits ihres Anspruches auf Wissenschaftlichkeit. Alle ihre Behauptungen sind vergiftete Todespfeile, die auf die Herzen damit nicht vertrauter Menschen zielen. Es ist nahezu eine Überlebensfrage, dieser verführerischen Propaganda zuvorzukommen, das Ausmaß ihrer Gefährlichkeit zu erkennen, und keine Zeit im Kampf gegen diese Gefahr zu verlieren.
In der ganzen Welt gibt es Glaubensrichtungen, Weltanschauungen und Philosophien, die die Existenz Andersdenkender respektieren und versuchen, einen Dialog mit ihnen zu führen, um gemeinsam einen Pfad der Menschlichkeit zu finden. Die menschenfeindliche Alternative wäre es, einem Pfad des ständigen Konflikts zu folgen und genau diese humanen Ansätze zu eliminieren, was ein animalisches Verhalten wäre.
Ortadogu, türkische Tageszeitung, am 18. August 2005: Jugend vom Terror erfasst Aksam, türkische Tageszeitung, am 17. Juli 2005: Die Welt geht auf Tuchfühlung mit dem Terror Tercüman, türkische Tageszeitung, am 9. Oktober 2004: Terror schlägt Ägypten Milliyet, türkische Tageszeitung, 4. Juli 2005: Das Jahrhundert des Terrors Aksam, türkische Tageszeitung, am 10. September 2004: Terror in Asien |
Solange jedoch der Darwinismus bestehen bleibt und die Menschen von ihm indoktriniert werden, wird man dem Terrorismus kein Ende setzen können. Wenn der Darwinismus an den Schulen gelehrt wird, braucht man sich nicht zu wundern, dass sich junge Menschen terroristischen Gruppen anschließen. Denn Terrorist wird man nur, wenn man davon überzeugt ist, dass die Gegenpartei nicht hinreichend menschlich ist, dass Konflikte eine Art Naturgesetz sind, das Töten und Mord legitimiert, und dass es keine Verantwortung anderen gegenüber gibt - mit anderen Worten: Man muss schon vorher zum Darwinisten geworden sein. Es ist sinnlos, mit jemandem zu sprechen über Liebe, Toleranz, Leidenschaft oder Frieden, der über Jahre hinweg erzogen worden ist mit der völlig falschen Theorie, dass aus zufälligen Molekülverbindungen Leben entstanden ist, dass er selbst nur eine Art Tier ist, und dass es ohne Konflikte keinen Fortschritt gibt. Und man braucht so jemanden erst gar nicht zu fragen, wie aus der Tötung anderer Menschen etwas Gutes erwachsen kann. Und es ist zwecklos, von solchen Individuen zu erhoffen, dass sie Achtung vor anderen haben, das Gesetz befolgen oder den Staat respektieren.
Es lohnt sich, zu wiederholen, dass Menschen mit einer Erziehung im Geist des Darwinismus und Materialismus hinter all den brutalen Morden, der Unterdrückung anderer Mitmenschen, Terrorismus, Separatismus sowie der Feindseligkeit gegenüber Religion und Staat stecken. Es ist deshalb von eminenter Bedeutung, Schluss zu machen mit dieser Art von Erziehung, vor allem in westlichen Ländern. Denn dort wird dem Materialismus und Darwinismus im Bildungswesen großer Raum gewährt und Abermillionen dafür investiert. Später werden dann weitere Abermillionen investiert, um die schrecklichen Folgen dieser Art von Erziehung einzudämmen. In Ländern, wo der Darwinismus-Materialismus an Schulen und Universitäten gelehrt und in den Medien verbreitet wird, ist es unernsthaft, danach zu fragen, wie es zu Anarchie und Terrorismus kommt. Man kann nicht erst eine darwinistisch-materialistische Bildungspolitik betreiben und sich dann über deren Auswirkungen beklagen.
Turkish Daily Star am 8. Juli 2005: Eine Schreckenswelle auf die andere |
Die bisher angeführten Tatsachen verdeutlichen, welch eine große Gefahr der Darwinismus darstellt. Wer dennoch glaubt, der Darwinismus wäre keine Gefahr mehr, weil er wissenschaftlich erledigt sei, oder gar all seine Irrtümer verbreiten, sind - bewusst oder unbewusst - Unterstützer bei der Verbreitung dieser Ideologie. Ein Staat, der sie verbreitet, drückt damit aus, dass er sie für keine Gefahr hält. Die Folge ist eine wachsende Unempfindlichkeit gegenüber der darwinistischen Propaganda, wissenschaftlichem Betrug und der Fortsetzung der Propaganda, gegen die es keine Vorsorgemaßnahmen mehr gibt. Auf der Gegenseite wappnen sich die Verfechter der Evolutionstheorie immer besser mit Scheinargumenten und verteidigen ihre Ideologie bei jeder Gelegenheit mit Klauen und Zähnen, notfalls auch mit Lug und Trug.
Jeder Muslim ist verpflichtet, alle Ideen auzumerzen, die den moralischen Grundsätzen des Islam und dem Glauben an Gott widersprechen. Dabei muss er den Aberglauben durch die Wahrheit bekämpfen. Diese Verantwortung nicht wahrzunehmen, wäre ein ebenso schwerer Fehler wie die Suche nach “Verständnis” für die Leugner unbestreitbarer Taschen, wie die Bereitschaft, Kompromisse mit ihnen zu schließen oder sich gar in ihre Arme zu werfen. Deshalb sollten alle Muslime, die an den Darwinismus glauben, ihre Position neu und entschieden überdenken. Zum Beispiel ist es nicht die Aufgabe von Muslimen, den Kommunismus überall dort zu “Islamisieren”, wo er Fuß gefasst hat. Dies ist ein aussichtsloses Unterfangen, das letztendlich nur dem Kommunismus nutzt. Pflicht eines Muslim ist es, den Kommunismus als Philosophie völlig zu zerstören, ihn geistig niederzureißen und an seine Stelle die Wahrheit des Islam zu setzen. Das Gleiche gilt gegenüber dem Darwinismus: Für einen Muslim gibt es keine Versöhnung mit ihm, weshalb diese grassierende intellektuelle Lüge entlarvt werden muss durch die Wahrheit von der Schöpfung Gottes.
Yeni Safak, türkische Tageszeitung, am 8. Juli 2005: Brutalität in London |
Bis heute gibt es viele ernsthafte Muslime, die die Evolutionstheorie akzeptiert haben, um sie mit dem Islam zu verbinden, und sie haben sich dabei große Mühe gegeben. Aber sobald ein Muslim seinen diesbezüglichen Fehler erkannt hat, verlangen die Islamischen Wertvorstellunge, dass er sich unverzüglich wieder auf den richtigen Weg begibt. Denn es besteht ein großer Unterschied, ob jemand den Darwinismus unterstützt, ehe er dessen zerstörerischen Einfluss auf die Gesellschaft durchschaut hat, oder ob er das noch immer tut, obwohl er diesem Aberglauben noch immer folgt im Wissen darum. Sobald man jedoch die aufgezeigten Tatsachen kennt, muss ein aufrechter Muslim der Stimme seines Gewissens folgen und unverzüglich in den geistigen Kampf gegen diese zerstörerische Ideologie eintreten. Wenn sich alle Muslime darin einig sind, dass dieser Kampf gegen den Darwinismus geführt werden muss, werden sie mit Sicherheit schon in kurzer Zeit darin erfolgreich sein, und diese ausgeleierte Theorie wird auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Hoffentlich werden gewisse Muslime, die sich irrigerweise mit dem Darwinismus eingelassen haben, nicht in dieser Haltung verharren und ihre Augen nicht länger der Wahrheit verschließen.
Wenn die westlichen Staaten die Gewalt in Schulen wirklich beenden wollen, sollten sie den darwinistischen Unterricht aufgeben. 2. Ein Bericht im Newsweek-Magazin beschrieb die Gewalttätigkeiten an einer High School in Arkansas. 3.Das Newsweek-Magazin untersuchte ein weiteres Massaker an einer Schule. Die abgebildeten zwei Jugendlichen haben das Leben von 13 Klassenkameraden auf ihrem Gewissen. Yeni Mesaj, türkische Tageszeitung, am 30. April 2000: Die USA können Terror nicht verhindern Sabah, türkische Tageszeitung, am 24. März 2005: Hitlers Geist steckt hinter Schulmassaker Takvim, türkische Tageszeitung, am 27. April 2002: Massenmord an High School Takvim am 30. September 2004: Brutalität in der Schule Hürriyet, türkische Tageszeitung, am 6. September 2000: Von Mördern sind 12 Prozent Kinder Hürriyet am 24. März 2001: Neue Grausamkeiten unter Studenten in den USA |
Diese Tatsache wird verdeutlicht durch den amerikanischen Professor Phillip Johnson, einem Gegner der Evolutionstheorie. In einem Aufsatz kritisiert er die Behauptungen des marxistischen Zoologen Richard Lewontin folgendermaßen:
“Der Darwinismus basiert auf einer a priori-Festlegung auf den Materialismus, nicht auf einer philosophisch-neutralen Beziehung zur Evidenz. Sobald man die Philosophie von der Wissenschaft trennt, stürzt der stolze Turm in sich zusammen. Sobald die Öffentlichkeit dies durchschaut haben wird, wird man Lewontins Darwinismus von der Agenda der Wissenschaft streichen und im Museum der Geistesgeschichte verstauben lassen, und zwar im Regal gleich neben Lewontins Marxismus.”38Die Evolutionisten haben die wissenschaftliche Welt buchstäblich unter Druck gesetzt. Wissenschaftliche Publikationen veröffentlichen ständig manipulierte Interpretationen der angeblich wissenschaftlichen Evolutionstheorie. In den Populärmedien mit ihrem weitreichenden Einfluss auf ein breites Publikum werden unbedeutende neue Funde als angeblich weitere Beweise für die Richtigkeit der Evolutionstheorie “verkauft”. All diese Berichte verzerren die Tatsachenlage und führen in die Irre. In vielen Ländern werden an Schulen und Universitäten darwinistische Wissenschaftler gefördert und Wissenschaftler, die von der göttlichen Schöpfung überzeugt sind, benachteiligt. Weil sie den Darwinismus ablehnen, werden ihre Publikationen nicht veröffentlicht, und ihnen wird “Rückwärtsgewandtheit” vorgeworfen. Von Wissenschaftlern, die in westlichen Ländern Karriere machen wollen, wird verlangt, dass sie entweder stillschweigend oder sogar gegen ihre Überzeugung den Darwinismus unterstützen. Wenn nicht, ist ihre akademische Laufbahn gefährdet.
Professor Michael Behe, Professor für Biochemie, beschreibt, wie der Materialismus die Wissenschaft dominiert und mit ihr umgeht: “Sämtliche Informationen über das Universum werden sorgfältig aus materialistischer Weltsicht gefiltert, ehe sie einem breiten Publikum präsentiert werden.39
Diese darwinistische Herangehensweise wird auch in wünschenswerter Klarheit beschrieben von dem Evolutionisten Frank Harold in seinem Buch The Way of the Cell:
“Schon allein aus Prinzip sollten wir den Gedanken eines göttlichen Plans zurückweisen. Aber wir müssen zugeben, dass es gegenwärtig keine konkreten darwinistischen Beweise für die Evolution irgendwelcher biochemischer Systeme gibt, sondern lediglich ein Spektrum willkürlicher Spekulationen.”40
Damit gibt Harold zu, dass die Evolutionstheorie die Entstehung des Lebens nicht erklären kann, obgleich er weiterhin die Existenz eines göttlichen Wesens verneint, das das Universum mitsamt all seiner Lebewesen erschaffen hat. Dazu sagt er nur, es sei eine Verletzung seiner “Prinzipien” - aber diese Prinzipen sind materialistisch-spekulativ, leider noch immer vorherrschend in der Welt der Wissenschaft.
Phillip Johnson beschreibt, wie die Evolutionstheorie als Waffe gegen den Schöpfungsglauben geschwungen wird:
“Die führenden Vertreter der Wissenschaft sehen sich selbst in einem verzweifelten Abwehrschlacht gegen den religiösen Fundamentalismus … In diesem Krieg gegen den Fundamentalismus spielt der Darwinismus eine unverzichtbare Rolle. Deshalb schützen derzeit die wissenschaftlichen Institutionen eher den Darwinismus, als ihn zu überprüfen, und die Spielregeln wissenschaftlicher Forschung sind so definiert, dass sie ihnen dabei nutzen.”41
Aus diesen Worten geht eindeutig hervor, dass die Evolutionisten im Wissenschaftsbetrieb eine Art Diktatur errichtet haben. Sie haben einige Universitäten in darwinistische Trainingscamps verwandelt, an denen sie ihren Studenten weismachen, dass der Materialismus gleichbedeutend mit Wissenschaft sei. Menschen, die an Gott glauben, wird eine akademische Laufbahn verweigert. Ein prominenter Vertreter dieser Denkweise in der Türkei ist der evolutionistische Professor Ali Demirsoy, der Folgendes sagt: “Ein Wissenschaftler, der in irgendeiner Weise an Gott glaubt, hat keinen Platz an meiner Universität. Ich würde jeden, der an Gott glaubt, von der Universität verweisen.”
Der Großteil der wissenschaftlichen Welt, allem voran wissenschaftliche Institutionen und Akademien, die sich dem Materialismus verschrieben haben, regiert ausgesprochen heftig, wenn Wissenschaftler Beweise für die göttliche Schöpfung vorlegen, wohingegen sie nichts gegen materialistische oder atheistische Propaganda unternehmen. Philipp Johnson beschreibt diese Situation folgendermaßen:
“Die Akademie tut nichts dagegen, dass Richard Dawkins seine wissenschaftliche Reputation dazu benutzt, den Atheismus zu propagieren, und auch nichts, wenn Carl Sagan in seiner Cosmos-Reihe behauptet, dass es nichts außer dem Universum je gegeben habe und geben wird. Im Gegenteil: Sie verleiht ihm sogar noch ihre begehrte Public Welfare Medal.”42
Da sie diese Tatsachen meist nicht kennen, betrachten viele durchaus gläubige Menschen die Situation fälschlicherweise mit Optimismus und übersehen dabei die vom Darwinismus ausgehende Gefahr. Aber in Wirklichkeit werden die atheistischen und darwinistischen Kreise unterstützt und führen eine heftige Kampagne, die auf moralische Werte und Glauben abzielt. Überall auf der Welt sind Muslime deshalb der Unterdrückung und einer Politik der Zermürbung ausgesetzt durch die atheistischen und materialistischen Meinungsmacher. Und so können Muslime nicht mehr ihrem Glauben gemäß leben, ihre Gedanken frei äußern oder sich auf Tatsachen berufen.
Es ist deshalb ausgesprochen dringlich, dass alle Muslime, die den Darwinismus für keine Bedrohung halten, ihren Irrtum einsehen. In einer Zeit, in der die Evolutionstheorie sich selbst im geistigen Krieg mit den moralischen Werten der Religion sieht, ist das alles andere als “harmlos”.
Untersuchungen in europäischen Ländern, vor allem in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, haben ergeben, dass die meisten Menschen dort die Evolutionstheorie für wissenschaftlich bestätigt halten. Vom Darwinismus getäuscht, haben sie sich vom Glauben und entsprechenden moralischen Werten abgewandt.
Hinzu kommt, dass einer Studie des Wissenschaftsmagazins Nature zufolge, in der Welt der Wissenschaft die Existenz Gottes mehr als je zuvor in der Geschichte bezweifelt wird. Einer Umfrage unter den Mitgliedern der American National Academy of Sciences zufolge glauben nur 7% an Gott, während 93% atheistischer Überzeugung sind - zur Freude des weltbekannten evolutionistischen Biologen Ernst Mayr.43
Das zeigt erneut, wie sehr viele Gläubige im Unrecht sind, die den Darwinismus für unwichtig oder harmlos halten. Noch immer beeinflusst er breite Massen der Bevölkerung, und seine Betrachtungsweise des Lebens prägt die Welt der Wissenschaft. Er ist jedoch nicht nur unwissenschaftlich, sondern auch ein Hauptgrund für die Abwendung der Menschen von Gott. Einer Umfrage von Nature im Jahr 1914 zufolge lag damals die Zahl der an Gott Glaubenden bei 35,2%. In den seither verflossenen fast 100 Jahren haben sich die meisten Wissenschaftler von Gott abgewandt und eine materialistisch-atheistische Denkweise angenommen. Bemerkenswert daran ist, dass in diesem Zeitraum die Evolutionstheorie die Welt der Wissenschaft erobert hat.44
Ein Rückgang des Glaubens an Gott ist auch in asiatischen Ländern zu verzeichnen, die eine große Rolle in der heutigen Weltwirtschaft spielen. An der Spitze steht China, wo 71% der Bevölkerung sich als agnostisch oder atheistisch bekennen.45 In etlichen Studien, Büchern und Artikeln ist diese Sachlage untersucht worden, vor allem in europäischen Ländern, wo die Abwendung vom Glauben und moralischen Werten am massivsten ist. Die Verleugnung seiner christlichen Verwurzelung in Europa, die rapide fortschreitende Aufgabe moralischer Werte, die wachsende Stärke des Atheismus, die sinkende Akzeptanz der kirchlichen Autorität und der stärker werdende Kreationismus in den USA - all das ist in Europa nicht hinreichend bedacht worden. … Vor kurzem hat Associated Press eine Umfrage veröffentlicht, der zufolge in Europa der Säkularismus auf dem Vormarsch ist. In Frankreich zum Beispiel gibt es Restriktionen gegenüber öffentlichen religiösen Äußerungsformen, und laut Umfragen beträgt der atheistische Bevölkerungsanteil 19%. Die einzige Nation außerhalb Europas mit einem ebenfalls hohen Anteil an Nichtgläubigen scheint Südkorea zu sein.46
Die Diskussion darüber wurde intensiver geführt während der Volksabstimmungen über eine europäische Verfassung. religiöse Gruppen kritisierten heftig darin fehlende Passagen zur Religionsfreiheit, aber ihre Kritik daran stieß auf taube Ohren. Selbst ein Vertreter des Vatikan monierte: “Wenn man sich das moderne Europa betrachtet, entdeckt man darin nichts vom Christentum.”47 In einem Beitrag mit dem Titel “Ist Europa der neue Dunkle Kontinent?” in CBN heißt es: “Mehr als 1000 Jahre lang war Europa das Zentrum christlicher Kultur, aber es gibt Anzeichen dafür, dass sich die christliche Ära Europas ihrem Ende nähert.”48 George Weigel, Verfasser des Buches The Cube and the Cathedral: Europe, America and Politics without God und einer der Direktoren des Washington Ethics and Public Policy Center (EPPC), hat in einem Interview zum wachsenden Einfluss des Atheismus in Europa Folgendes erklärt:
“Die Menschen in Europa sind offenbar davon überzeugt, dass sie radikal säkular sein müssen, um modern und frei sein zu können. Diese Überzeugung hat zu bedenklichen, außerordentlich gefährlichen Konsequenzen für das öffentliche Leben in Europa und sein kulturelles Leben geführt. Sie ist die Ursache der gegenwärtigen zivilisatorischen und moralischen Krise in Europa. Diese Krise wiederum erklärt, warum europäische Menschen dabei sind, ihre eigene Geschichte zu vergessen.”49
Eine Studie der UNO liefert weitere Beweise für den wachsenden Einfluss des Darwinismus und Atheismus in Europa. Der Untersuchung zufolge glauben nur noch 18% der Europäer daran, dass Gott den Menschen erschaffen hat, die restlichen 82% sind überzeugt, dass Menschen sich aus anderen Lebewesen evolutionär entwickelt haben. Nach Ländern geordnet, ergibt sich folgendes Bild:
Deutschland: Nur 14% der Bevölkerung glauben an die Schöpfung.
Frankreich: Nur 18% glauben an die Schöpfung. 50
Großbritannien: 22% glauben an die Schöpfung. Der Anteil von Evolutionsanhängern liegt bei 48%. 69% wollen, dass die Evolutionstheorie auf dem Lehrplan steht. Studien zufolge 51 verstärkt sich der Trend hin zum Atheismus, nur die Einwanderer leben noch entsprechend ihrem jeweiligen Glauben, die britische Bevölkerung wendet sich zunehmend ab vom Glauben. Einem Pressebericht zufolge soll an den Schulen sogar Atheismus als Unterrichtsfach eingeführt werden.52
- Spanien: Die große Mehrheit der Bevölkerung ist katholisch, aber davon glauben nur 13% an die Schöpfung.
- Norwegen: Nur 19% der Bevölkerung glauben an die Schöpfung.
- Finnland: Nur 16% glauben an die Schöpfung.
- Schweden: Nur 12% glauben an die Schöpfung.
- Dänemark: Nur 9% glauben an die Schöpfung.
- Belgien: Nur 10% glauben an die Schöpfung.
- Schweiz: 24% glauben an die Schöpfung.53
| Land | Prozentanteil der Atheisten und Nichtgläubigen |
| Schweden | 46-85 % |
| Dänemark | 43-80 % |
| Norwegen | 31-72 % |
| Tschechien | 54-61 % |
| Finnland | 28-60 % |
| Frankreich | 43-54 % |
| Deutschland | 41-49 % |
| Ungarn | 32-46 % |
| Holland | 38-44 % |
| Großbritannien | 31-44 % |
| Belgien | 42-43 % |
| Schweiz | 17-27 % |
| Österreich | 18-26 % |
| Spanien | 15-24 % |
| Griechenland | 16 % |
| Italien | 6-15 % |
| Quelle: http://www.pitzer.edu/academics/faculty/zuckerman/atheism.html | |